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Hochwasser in Europa

Jedes Jahr verursachen Überschwemmungen überall auf der Welt verheerende Unglücke und ökonomische Schäden. Auch in Europa ist die Hochwasserproblematik ein wichtiges Thema. In den vergangenen 20 Jahren töteten 953 Katastrophen fast 88.671 Menschen in Europa, es waren mehr als 29 Mio. Menschen betroffen und die verursachten Schäden lagen in Höhe von 296 Mrd. US-$.

In den Jahren 1998 bis 2004 war Europa von 100 stark schädigenden Hochwassern betroffen. Besonders stark war  das Jahrhunderthochwassers 2002 in den Einzugsgebieten von Danube und Elbe. Dieses Hochwasser betraf große Teile Zentraleuropas, wo es zu vielen Schäden führte. Starke Hochwasser im Jahr 2005 machten zusätzlich deutlich, dass für das Thema Hochwasserschutz großer  Handlungsbedarf besteht.

Der Trend starker Hochwasser wird vermutlich weiter ansteigen da erwartet wird, dass Überschwemmungen und Stürme in Europa zukünftig weiter zunehmen werden (European Commission and UN International Strategy for Disaster Reduction, 2009). Aus diesem Grund ist es wichtig als Konsequenz aus den Erfahrungen die in der Vergangenheit gemacht wurden, Anpassungen und Korrekturen  im Hochwassermanagement vorzunehmen.

The flood framework directive of the European Union (European Union, 2007) ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf Hochwasserrisikomanagementpläne bis Dezember 2015 zu entwickeln. Diese Pläne beinhalten sowohl strukturelle Hochwassservorsorgemaßnahmen, wie Rückhaltebecken und Deichsysteme, sowie nicht strukturelle Maßnahmen, wie Hochwasserwarnsysteme in Kombination mit mobilen Hochwasserschutzeinrichtungen. Solche Maßnahmen werden helfen, direkt vor einem Hochwasserereignis besser vorbereitet zu sein.

Im Falle von Katastrophenschutz und Risikomanagement müssen wir uns  folgende Fragen stellen:

  • Haben wir vorbereitete Maßnahmen die bereit sind zur Durchführung?
  • Wissen wir wirklich wie wir uns in den ersten Stunden und danach zu verhalten haben?
  • Haben wir genug Leute, um diese Maßnahmen durchzuführen?